Verhaltensstörung: PICA

Katzen, die nicht nur für sie bestimmtes Katzenfutter zu sich nehmen, sondern auch andere Stoffe anknabbern und sogar herunterschlucken, ist ein Verhaltensproblem. Aber warum fressen manche Katzen auch unverdauliche Stoffe, die für sie gesundheitsschädlich sein können?

Spielendes Kätzchen

PICA ist das Fressen von Textilien und anderen unverdaulichen Stoffen. Bestimmt Katzenrassen wie z.B. Burma/Siam, sind bekannt für dieses Phänomen. Beide Geschlechter sind davon betroffen und auch eine Kastration konnte keine Besserung herbeiführen.

Meist fängt es bei Katzen mit harmlosen Nuckeln oder Fressen von Wolle zwischen dem zweiten und achten Lebensmonat an. Wenn sich das Verhalten verfestigt, steigen sie auf andere Materialien wie Baumwolle, Synthetik oder sogar Mischfasern um. Es gibt Tiere, bei denen gehört zum alltäglichen Ritual diese Stoffe zu sich zu nehmen, andere wiederrum fressen diese nur vereinzelt.

Das Fressen von diesen Stoffen ist aber nicht ungefährlich, denn je nach Material und Menge, kann es beachtliche Maße annehmen. Normalerweise passieren die aufgenommenen Stoffe ungehindert den Verdauungstrakt der Katze. Wenn sich dieses Material jedoch im Magen festsetzt, dessen Schleimhäute reizt oder den Darm verschließt, ist es für die Katze lebensgefährlich. Nur eine schnelle OP und die Entfernung des Materials, kann das Leben des Tieres retten. Bei einigen Katzen verschwindet die Vorliebe für Pflanzen, Kabel, Gummi, Kunststoff, Katzenstreu oder Gewebe im Alter von 2-3 Jahren im Laufe des Erwachsenwerdens.

Gibt es Lösungen

  • Lebensumstände und Haltungsbedingen der Katze prüfen. Hat sie Stress?
  • PICA-Katze den Kontakt zu ihren bevorzugten Materialien verwehren
  • Ernährung mit Hilfe des Tierarztes auf ihre Fressgewöhnheiten umstellen
  • Katze mit Spiele ablenken, die ihren Jagd- und Beutetrieb nutzen
  • Bei Kitten keine klumpende Einstreu verwenden



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