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Die Krallen einer Katze

Die Krallen einer Katze können schwere und tiefe Wunden in der Haut hinterlassen



Die Waffen der Katze: Die Krallen
Die Katze hat an den Vorderpfoten je fünf und an den Hinterpfoten je vier Krallen. Sie bestehen aus Horn und dienen der Katze nicht nur zum Klettern an Bäumen, sie helfen ihr auch bei einem Angriff oder der Jagd. In Ruhestellung sind die Krallen eingefahren und nicht zu sehen. Bei Bedrohung kann sie die Krallen ganz schnell ausfahren und als Waffe gegenüber anderen Tieren oder dem Menschen einsetzen. Diese spitzen und sichelförmigen Waffen können tiefe und schwere Wunden auf der Haut verursachen, die je nach Wundtiefe eine Blutvergiftung (Sepsis) oder die Katzenkratzkrankheit verursachen können.

Deshalb sollte in einem Haushalt mit Tieren - egal ob Hund oder Katze - ein Mittel zur Wunddesinfektion immer parat stehen!!!!


Bild: Krallen einer Katze


Krallen schneiden
In der Regel braucht man bei Freigängern die Krallen nicht kürzen, da diese sich beim Wetzen an Bäumen selbst abnutzen. Bei Wohnungskatzen kann es schon mal vorkommen, dass die Krallen zu lang werden, in die Pfotenballen wachsen und Schmerzen verursachen.

Manchmal sind die Krallen auch sehr spitz und bleiben an Stoffen/Teppichen/Kratzbäumen hängen. Wenn die Katze sich mit der Kralle verharkt und sich mit Gewalt befreien möchte, kann es sein, dass die Kralle einreißt oder sogar ganz abreißen kann. Hier sollte man überlegen, ob man die entsprechenden Krallen vom Tierarzt etwas kürzen lässt.

Amputation von Krallen
In einigen Ländern scheint es normal zu sein, dass man den Katzen die Krallen amputiert, damit sie in der Wohnung keinen Schaden anrichten oder dem Menschen Verletzungen zufügen können. Es ist definitiv Tierquälerei und außerdem verboten!

Anmerkung: Ein Mensch, der Angst um sein Mobiliar oder seine Gesundheit hat, sollte lieber auf ein Haustier verzichten und sich ein Stofftier zulegen!

Auszug aus dem TSchG § 6
Wer ein Tier hält, betreut oder zu betreuen hat...
  • muß das Tier seiner Art und seinen Bedürfnissen entsprechend angemessen ernähren, pflegen und verhaltensgerecht unterbringen,
  • darf die Möglichkeit des Tieres zu artgemäßer Bewegung nicht so einschränken, daß ihm Schmerzen oder vermeidbare Leiden oder Schäden zugefügt werden,
  • muß über die für eine angemessene Ernährung, Pflege und verhaltensgerechte Unterbringung des Tieres erforderlichen Kenntnisse und Fähigkeiten verfügen.

(1) Verboten ist das vollständige oder teilweise Amputieren von Körperteilen oder das vollständige oder teilweise Entnehmen oder Zerstören von Organen oder Geweben eines Wirbeltieres. ...
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