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Parasiten bei Katze, Hund & Co
Wenn Tiere durch Wald, Feld und Flur streifen, bleiben sie oft nicht allein. In oder auf ihnen können sich Parasiten breit gemacht haben. Parasiten sind kleine tierische Untermieter, die auch Endo-bzw. Ektoparasiten, genannt werden.

-> Zoonosen sind von Tier Mensch übertragbar!

Geben Sie Ihrem Tier bitte nur Antiparasitika die auch für Katzen geeignet sind. Mittel für Hunde enthalten Permethrin und dieser Stoff ist für Katzen hochgiftig!

Weitere Infos hier »
Flöhe (Ektroparasiten/Zoonose!)
Der Katzenfloh (Ctenocephalides felis) ist ein parasitierendes flügelloses Insekt der Ordnung der Flöhe (Siphonaptera). Weibchen sind 2 bis 3 mm, Männchen etwa 1 mm lang und braun bis rot-braun gefärbt. Der Katzenfloh hält sich vorwiegend auf befallenen Tieren auf und ernährt sich vom Blut des Wirtes, seine Entwicklungsstadien sind dagegen vorwiegend in Verstecken anzutreffen. Durch sein weites Wirtspektrum ist der Katzenfloh eine sehr häufige Flohart. Er befällt auch den Menschen!

Der Floh ist das ganze Jahr anzutreffen und kann Überträger von Viren, Bakterien und Bandwürmern sein. Erste Anzeichen sind Juckreiz und Rötungen an den Einstichstellen, Haarausfall, allergische Reaktionen (bei starkem Befall!) und bei einer zusätzlichen Bakteriellen Infektion sogar eine Hautentzündung.

Die Behandlung erfolgt über Spot on- oder Sprühmittel.

Giardien
Erreger:
Giardien (Einzeller)

Übertragung:
Ansteckung erfolgt mit infektiösen Zysten über kontaminiertes Futter, Wasser oder Schmierinfektionen.

Anzeichen:
Giardiose kann bei erwachsenen Katzen ohne Beschwerden ablaufen, wobei Jungtiere mit übel riechendem und immer wiederkehrenden Durchfall mit schleimigen, selten auch blutigen Beimengen zu tun haben. Der Kot ist sehr fetthaltig und zum Teil erbrechen die Tiere auch.

Behandlung:
Antiparasitika (Wirkstoff: Fernbendazol) wird in Intervallen unter Absprache mit dem Tierarzt gegeben.

Hygiene:
Gründliche Reinigung der kontaminierten Gegenstände mit einem Dampfstrahler oder geeignetem Desinfektionsmittel (wirksam sind fast alle handelsüblichen Desinfektionsmittel!). Die gereinigten Bereiche müssen vollständig trocken sein, da Giadien-Zysten am besten unter feucht-kalten Bedingungen überleben. Langhaartiere sollten aufgrund von Fell-Verschmierungen mit Kot, gründlich shamponiert oder das Fell an diesen Stellen entfernt oder gekürzt werden.
Spulwürmer/Hakenwürmer (Zoonose!)
Die bis zu 10 cm langen adulten Spulwürmer leben im Dünndarm schädigen den Wirt durch Entzug von Nährstoffen, Hakenwürmer durch den Entzug von Blut. Die Übertragung erfolgt durch aufgenommene Wurmeier, über die Katzenmutter über den Nabelstrang oder Milch oder durch das Fressen infizierter Beutetiere. Die Behandlung erfolgt durch entsprechende Wurmmittel für Katzen!

Krankheitsanzeichen:
  • Im Allgemeinen bleibt der Befall mit Spulwürmern bei Katzen symptomlos
  • Erst bei stärkerem Befall können struppiges Fell, vermindertes Wachstum, Haarausfall, Abmagerung, Austrocknung, Erbrechen, Durchfall oder sogar auch Verstopfung auftreten. Gelegentlich können Würmer erbrochen werden

Vorbeugung:
  • Tiere grundsätzlich entwumen
  • gründliche Desinfektion der Umgebung bei Befall



Bild: Spulwürmer

Bild: Zecken
Toxoplasmose (Zoonose!)
Erreger:
  • Toxoplasmen (Erreger)

Übertragung:
  • Durch die Aufnahme infektiöser Eier mit dem Kot (diese sind im Freien bis zu 1 Jahr überlebensfähig!)
  • durch die Aufnahme der Erreger über infiziertes Beutefleisch (Nagetiere) und durch ungekochtes erregerhaltiges Fleisch vom Schwein oder Schaf

Anzeichen:
  • fast keine, bis auf evtl. leichtes Fieber

Diagnose:
  • Nachweis der Oozysten im Kot

Behandlung:
  • Antiparasitika

Vorbeugung:
  • Verfütterung von Fertigfutter und/oder nur gekochtes Frischfleisch.
  • Durch die tägliche Reinigung der Katzentoilette mit heißem Wasser (min. 70° Celsius).

Katzen und Schwangere:
Eine Gefahr für das ungeborene Kind besteht nur, wenn die Mutter eine Erstinfizierung der Krankheit während der Schwangerschaft durchlebt. Über eine Blutuntersuchung vor einer geplanten Schwangerschaft, kann festgestellt werden, ob die Frau früher mal eine Toxoplasmen-Infektion durchlebt hat und sich bereits Antikörper gebildet haben.
Katzenhaarlinge (Ektoparasiten)
Der Katzenhaarling (Felicola subrostratus) ist ein flügelloser Ektoparasit aus der Familie der Haarlinge und der ausschließlich Katzen befällt. Ein Befall kommt vor allem bei geschwächten und verwahrlosten Tieren vor. Haarlinge ernähren sich von Hautschuppen und Hautsekreten. Wenn das Tier unter starkem Befall leidet, können Haarausfall und Hautläsionen auftreten. Die Behandlung wie bei den Milben.
Ohrmilben (Ektoparasiten)
Ohrräude ist bei Kontakt ansteckend. Die Ohrmilben leben ausschließlich im Gehörgang. Erste Anzeichen sind häufiges Kratzen hinter den Ohren und Schütteln des Kopfes.

Diagnose:
  • Schwärzliche Borken in der Ohrmuschel
  • Nachweis der Erreger unter dem Mikroskop

Behandlung:
  • Das Ohr säubern
  • ein Milben abtötendes Mittel wird ins Ohr geträufelt
  • desinfizieren von Liegeplatz und Umgebung
  • Injektion von Ivermectin
Räudemilben
Diagnose:
  • Milben können in den Hautschuppen nachgewiesen werden (im sog. Hautgeschnapsel)

Krankheitsanzeichen:
  • bei Katzen hauptsächlich am Kopf und an den Ohren, bei Hunden am ganzen Körper
  • starker Juckreiz kann auftreten
  • gerötete Haut und Haarausfall
  • Krusten, Borken

Behandlung:
  • Tier komplett scheren,
  • mit desinfizierendem Shampoo waschen
  • die Haut mit einem Milben tötenden Mittel behandeln
  • die Lagerstätten und die Umgebung des Tieres mit einem Milben abtötenden Mittel behandeln
Zecken
Zecken gehören zu der Klasse der Spinnen und ernähren sich vom Blut des Wirtstieres/Menschen. Um an das Blut zu gelangen, verwendet sie ihr Mundwerkzeug. Dieses sondert beim ersten Hautkontakt ein Sekret ab, welches die Blutgerinnung und auch den Schmerz stoppt.

Leider kann der Speichel auch Bakterien, Viren und andere Krankheitserreger erhalten, die z.B. Borreliose oder FSME auf Tiere und Menschen übertragen können. Nach ihrer Blutmahlzeit lassen die Weibchen sich fallen, legen ihre Eier ab und sterben danach.
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